Immer mehr Zahlenschönreden
"Die Deutschen trinken immer mehr Kaffee", meldet das Hamburger Abendblatt unter Berufung auf den Deutschen Kaffeeverband. Es zeigt sich, dass Branchenverbände nicht unbedingt die vertrauenswürdigsten Quellen sind. Vor allem dann nicht, wenn sie ihre Aufgabe offenbar darin verstehen, schlechte Zahlen möglichst schön zu reden.
Betrachtet man die längerfristige Entwicklung, sinkt der Kaffeekonsum der Deutschen seit Jahren. Anfang der 90er trank jeder Deutsche jährlich noch rund 190 Liter Kaffee. Im Jahr 2000 waren es noch knapp 160 Liter. In den letzten Jahren ging die Zahl noch weiter zurück auf 158 (2003), 151 (2004) und schließlich 144 Liter im Jahr 2005.
Es stimmt schon: 2006 haben die Deutschen etwas mehr Kaffee getrunken. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg auf 146 Liter. Angesichts des zweitniedrigsten Konsums der letzten Jahrzehnte zu behaupten, dass "Kaffeegenuss immer beliebter" wird, wie es der Kaffeeverband in seiner Pressemitteilung tut, ist um es freundlich zu formulieren: leicht übertrieben.
Betrachtet man die längerfristige Entwicklung, sinkt der Kaffeekonsum der Deutschen seit Jahren. Anfang der 90er trank jeder Deutsche jährlich noch rund 190 Liter Kaffee. Im Jahr 2000 waren es noch knapp 160 Liter. In den letzten Jahren ging die Zahl noch weiter zurück auf 158 (2003), 151 (2004) und schließlich 144 Liter im Jahr 2005.
Es stimmt schon: 2006 haben die Deutschen etwas mehr Kaffee getrunken. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg auf 146 Liter. Angesichts des zweitniedrigsten Konsums der letzten Jahrzehnte zu behaupten, dass "Kaffeegenuss immer beliebter" wird, wie es der Kaffeeverband in seiner Pressemitteilung tut, ist um es freundlich zu formulieren: leicht übertrieben.
2. Mai, 16:47
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