Immer mehr Psychotrends
Zum heutigen Welttag der seelischen Gesundheit: Ein kurzer Blick auf die neuesten Psychotrends:
Fangen wir mit der Arbeit an: "Immer mehr Arbeitnehmer sind psychisch krank", meldet der Tagesspiegel. Das ist vorallem deshalb interssant, weil es ingesamt "immer weniger Krankmeldungen" gibt, wie DPA einer Studie entnommen hat. Bei der Hamburger Feuerwehr hingegen steigen die Krankmeldungen an und "immer weniger Feuerwehrleute sind dienstbereit", wie das Hamburger Abendblatt weiß - aber wir schweifen ab.
Der Anstieg der Psycho-Fehlzeiten scheint vorallem auf Depressionen zurückzuführen zu sein, wie die Ärztezeitung unter dem Titel"immer mehr Fehlzeiten wegen Depressionen" zu berichten weiß.
Depressionen sind sowieso überall auf dem Vormarsch, sowohl bei Lehrern, als auch bei Schülern, die deswegen immer mehr Alkohol trinken. Und um den Notstand im Bildungswesen komplett zu machen haben auch "Immer mehr Studenten mit Prüfungsangst zu kämpfen."
Auch für Soldaten sieht es schlecht aus. "Immer mehr Soldaten müssen nach ihrer Rückkehr in die Psychatrie", hat die "Junge Welt" herausgefunden. Absurderweise schreibt sie dann in dem Text selbst, dass 2004 und 2005 die Zahlen zwar gestiegen seien, doch "2006 gab es einen Rückgang". Toller Trend.
Kommen wir zu den Tieren, genauer gesagt den Haustieren. "Immer mehr Haustiere sind psychisch krank, meldet das österreichische "Neue Volksblatt". Als Quelle gibts leider keine Statistik, sondern nur die Aussage eines Tierheimleiters. Im Kurier darf "Tier-Expertin Marianne Prutsch" behaupten, in Österreich gäbe es "immer mehr ängstliche Hunde", die in ihrer Kindheit zu wenig Kontakt zu anderen Rassen gehabt hätten (leider nicht mehr online).
Glaubt man all diesen Medientrends, scheint der "Welttag der seelischen Gesundheit" kein Grund zum Feiern zu sein. Vielleicht ist aber auch so, dass höhere Zahlen, wenn sie denn überhaupt stimmen, auch dadurch zu Stande kommen, dass psychische Erkrankungen zunehmend "enttaubisiert" wurden und sich eine "höhere Sensibilität" für sie entwickelte, wie Experten in der ZEIT und in der Rheinischen Post zu bedenken geben.
Fangen wir mit der Arbeit an: "Immer mehr Arbeitnehmer sind psychisch krank", meldet der Tagesspiegel. Das ist vorallem deshalb interssant, weil es ingesamt "immer weniger Krankmeldungen" gibt, wie DPA einer Studie entnommen hat. Bei der Hamburger Feuerwehr hingegen steigen die Krankmeldungen an und "immer weniger Feuerwehrleute sind dienstbereit", wie das Hamburger Abendblatt weiß - aber wir schweifen ab.
Der Anstieg der Psycho-Fehlzeiten scheint vorallem auf Depressionen zurückzuführen zu sein, wie die Ärztezeitung unter dem Titel"immer mehr Fehlzeiten wegen Depressionen" zu berichten weiß.
Depressionen sind sowieso überall auf dem Vormarsch, sowohl bei Lehrern, als auch bei Schülern, die deswegen immer mehr Alkohol trinken. Und um den Notstand im Bildungswesen komplett zu machen haben auch "Immer mehr Studenten mit Prüfungsangst zu kämpfen."
Auch für Soldaten sieht es schlecht aus. "Immer mehr Soldaten müssen nach ihrer Rückkehr in die Psychatrie", hat die "Junge Welt" herausgefunden. Absurderweise schreibt sie dann in dem Text selbst, dass 2004 und 2005 die Zahlen zwar gestiegen seien, doch "2006 gab es einen Rückgang". Toller Trend.
Kommen wir zu den Tieren, genauer gesagt den Haustieren. "Immer mehr Haustiere sind psychisch krank, meldet das österreichische "Neue Volksblatt". Als Quelle gibts leider keine Statistik, sondern nur die Aussage eines Tierheimleiters. Im Kurier darf "Tier-Expertin Marianne Prutsch" behaupten, in Österreich gäbe es "immer mehr ängstliche Hunde", die in ihrer Kindheit zu wenig Kontakt zu anderen Rassen gehabt hätten (leider nicht mehr online).
Glaubt man all diesen Medientrends, scheint der "Welttag der seelischen Gesundheit" kein Grund zum Feiern zu sein. Vielleicht ist aber auch so, dass höhere Zahlen, wenn sie denn überhaupt stimmen, auch dadurch zu Stande kommen, dass psychische Erkrankungen zunehmend "enttaubisiert" wurden und sich eine "höhere Sensibilität" für sie entwickelte, wie Experten in der ZEIT und in der Rheinischen Post zu bedenken geben.
immermehr - 10. Okt, 16:10
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