Schulabbrecher haben es verdammt schwer, schwerer noch als Hauptschüler, soviel steht fest. Nur: Wie entwickeln sich die Zahlen der Jugendlichen ohne Schulabschluss? Dazu gibt es eine ganze Palette von Meinungen:
"Immer mehr Jugendliche brechen die Schule ab", heißt es in einer epd-Meldung vom 12.08.2004 (leider nur über Umwege verlinkbar). die Agentur bezieht sich auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung in elf Kommunen in drei Bundesländern.
Bei Spiegel Online wiederum heißt es am 2. Januar 2007 in einem Artikel zum Thema Schulabbrecher: "Die Zahlen sind seit Jahren nahezu konstant". Man beruft sich dabei auf das Statistische Bundesamt.
Ebenfalls unter Berufung auf das statistische Bundesamt berichtet die Heidemheimer Neue Presse gestern von immer weniger Abbrechern: "Immer mehr Schüler mit Abschluss".
Und wie sieht es wirklich aus? Auf Anfrage hat uns das statistische Bundesamt, das die offizielle Statistik führt, die zahlen von 1992 bis 2005 zugesendet. Daraus ergeben sich folgende Anteilswerte für Abgänger ohne Abschluss an der Gesamtzahl der Schulabgänger:
Von 1992 bis 2001 stieg der Wert von 8,18 auf 9,58 Prozent, seitdem sinkt er jedes Jahr, 2005 lag er bei 8,15. Die Bertelsmann-Stiftung hatte also schon 2004 Unrecht und der aktuelle Wert (für 2006 gibt es noch keine Zahlen) ist der niedrigste seit Anfang der Neunziger.
"Immer mehr Jugendliche brechen die Schule ab", heißt es in einer epd-Meldung vom 12.08.2004 (leider nur über Umwege verlinkbar). die Agentur bezieht sich auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung in elf Kommunen in drei Bundesländern.
Bei Spiegel Online wiederum heißt es am 2. Januar 2007 in einem Artikel zum Thema Schulabbrecher: "Die Zahlen sind seit Jahren nahezu konstant". Man beruft sich dabei auf das Statistische Bundesamt.
Ebenfalls unter Berufung auf das statistische Bundesamt berichtet die Heidemheimer Neue Presse gestern von immer weniger Abbrechern: "Immer mehr Schüler mit Abschluss".
Und wie sieht es wirklich aus? Auf Anfrage hat uns das statistische Bundesamt, das die offizielle Statistik führt, die zahlen von 1992 bis 2005 zugesendet. Daraus ergeben sich folgende Anteilswerte für Abgänger ohne Abschluss an der Gesamtzahl der Schulabgänger:
Von 1992 bis 2001 stieg der Wert von 8,18 auf 9,58 Prozent, seitdem sinkt er jedes Jahr, 2005 lag er bei 8,15. Die Bertelsmann-Stiftung hatte also schon 2004 Unrecht und der aktuelle Wert (für 2006 gibt es noch keine Zahlen) ist der niedrigste seit Anfang der Neunziger.
11. Okt, 11:07



